Heterogenität.
Wert.Schätzen.

Veranstaltungsprogramm

Programm als PDF

Montag, 09. März 2015

Die Nachwuchstagung startet am Montag um 12:00 Uhr mit einer Begrüßung der Tagungsleiterin Prof. Dr. Katrin Sommer. Hieran schließt sich der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Olaf Köller "Empirische Bildungsforschung und Schule heute?" zum Thema der Nachwuchstagung an. Ergänzt durch drei weitere Statements aus der Wissenschaft und Schulpraxis (Prof. Dr. Detlev Leutner, Prof. Dr. Annette Marohn, Dr. Wambach-Laicher) wird damit das heterogene Feld „Zwischen empirischen Daten und unterrichtspraktischer Relevanz“ aufgespannt. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion erhalten die Referentinnen und Referenten sowie Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer die Gelegenheit, die erörterten Punkte gemeinsam weiter zu reflektieren.

Weiter geht es mit der Poster-Ausstellung, bei der die Dissertationsprojekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mittelpunkt stehen. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler stellen ihre eigenen Forschungsprojekte gegenseitig vor und tauschen sich darüber aus. Wenn Sie Ihr Dissertationsprojekt mit einem Poster vorstellen möchten, reichen Sie Ihren Posterbeitrag bitte bitte bis 30.01.2015 unter „Poster (Nachwuchstagung) hier ein (siehe auch „Call for Abstracts and Posters").

Am Abend des ersten Tagungstages werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen mit den Dozentinnen und Dozenten der Nachwuchstagung zu einem Conference Dinner auf dem Campus der RUB eingeladen. Dieses „Junior meets Senior“-Format bietet allen die Möglichkeit, in einem lockeren und informellen Rahmen Expertinnen und Experten ihres Faches kennenzulernen und von deren reichen Erfahrungen zu profitieren. Das Conference Dinner ist im Teilnehmerbeitrag inbegriffen.

Dienstag, 10. März 2015

Publikationsworkshop

Der Publikationsworkshop besteht aus zwei Teilen. Dabei werden zwei unterschiedliche Darstellungsformate in der Wissenschaftskommunikation der Zielgruppe in den Blick genommen: Artikel in wissenschaftlichen und in unterrichtspraktischen Zeitschriften. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen entsprechend jeweils beide Teile.

Publikationsworkshop

Teil 1 „Informationen und Kriterien zur adäquaten Gestaltung von Methoden- und Ergebnisteilen in wissenschaftlichen Publikationen“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können hier wählen, ob sie an der wissenschaftlichen Publikation empirisch-quantitativer ODER empirisch-qualitativer Methoden und Ergebnisse arbeiten möchten. Bitte geben Sie dafür bei der Anmeldung zur Nachwuchstagung an, ob Sie den Teil 1 als „Publizieren auf Basis empirisch-qualitativer Forschungsmethoden“ (geleitet durch Prof. Dr. Michaela Gläser-Zikuda und Dr. Matthias Martens) ODER als „Publizieren auf Basis empirisch-quantitativer Forschungsmethoden“ (geleitet durch Prof. Dr. Oliver Lüdtke, Prof. Dr. Knut Neumann und Prof. Dr. Stefan Rumann) besuchen möchten.

Publizieren auf Basis empirisch-qualitativer Forschungsmethoden: Der Workshop widmet sich der Frage, welche Aspekte und Kriterien insbesondere für das Publizieren empirisch qualitativer Studien bedacht werden sollten. Zunächst werden grundlegende Fragen der Güte qualitativer Sozialforschung erläutert und darauf aufbauend anhand von Beispielstudien aus der empirisch qualitativen Bildungsforschung Grundprinzipien für die Gestaltung eines Theorie- und Ergebnisteils für eine Publikation (mit peer-Review-Verfahren) diskutiert.

Folgende Aspekte werden thematisiert:

  • Beschreibung der Fälle bzw. der Stichprobe
  • nachvollziehbare Beschreibung der verwendeten qualitativen Erhebungs- und Analyseverfahren
  • Qualität bzw. Güte der Verfahren (z.B. Interkodierer-Reliabilität, kommunikative Validierung)
  • Darstellung qualitativer Ergebnisse (z.B. Gestaltung und Einbindung von Tabellen, Grafiken)
  • kritische Reflexion und Diskussion der eigenen eingesetzten Methoden und der Ergebnisse
  • Publizieren auf Basis empirisch-quantitativer Forschungsmethoden: Dieser Teil widmet sich der Frage, was bei der Anfertigung eines Methoden- und Ergebnisteils für eine wissenschaftliche Publikation beachtet werden muss. Es werden anhand einer Beispielstudie aus der Bildungsforschung Grundprinzipien für die Gestaltung eines Ergebnisteils diskutiert. Folgende Aspekte werden behandelt:

    • nachvollziehbare Beschreibung der verwendeten statistischen Analyseverfahren
    • Qualität der Messverfahren (Reliabilität, Validität)
    • Stichprobenbeschreibung
    • Wahl eines richtigen Auflösungsniveaus für den Bericht der Ergebnisse (Gestaltung von Tabellen, Grafiken)
    • kritische Reflexion der eigenen Befunde

    Teil 2 „Potential und die Transfermöglichkeiten von Forschungsergebnissen für unterrichtspraktische Zeitschriften“

    In diesem Teil werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Fächergruppen (MINT, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Philologien, Bildungswissenschaften) aufgeteilt. Die Fächergruppen werden jeweils von einem Tandem geleitet: ein/e Wissenschaftler/in aus den Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften mit Erfahrung in der Herausgabe von Unterrichtszeitschriften und ein/e Lehrer/in mit Erfahrung in der Publikation unterrichtspraktischer Artikel. Auch hier werden Fragen und Beispiele der Teilnehmer besprochen, die vorab eingereicht wurden.

Methodenworkshop „Einführung in das Statistikprogrammpaket R“

Dieser Workshop richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler, die am Beginn ihres Promotionsprojektes stehen. Er vermittelt eine Einführung in das Statistikprogrammpaket R anhand einfacher statistischer Analyseverfahren. Geleitet wird der Workshop durch Prof. Dr. Frank Goldhammer Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt.

Workshop „R-Einführung“ am 10.03.2015

Ziel des Workshops ist die Vermittlung grundlegender Fertigkeiten im Umgang mit der Statistik-Umgebung R. Dazu zählt das Arbeiten mit verschiedenen Datenobjekten und -typen, der Datenimport/-export, die Benutzung von grundlegenden deskriptiven und inferenzstatistischen Funktionen u.a.m.

Ein Teil der Veranstaltung wird sich mit R-Paketen und -Funktionen befassen, die speziell für Datenanalysen und -modellierungen in der quantitativen empirischen Forschung nützlich sind. Ein Schwerpunkt wird dabei die Skalen- und Itemanalyse (z.B. Fragebogen oder Tests) bilden, unter Verwendung von Datenbeispielen aus dem Bereich des Large-Scale Assessment (z.B. PISA, PIAAC).

Der Workshop richtet sich an alle, die R kennenlernen wollen. R-Vorkenntnisse sind entsprechend nicht erforderlich, allerdings werden basale Statistikkenntnisse vorausgesetzt. Teilnehmer/-innen sollten ihren eigenen Laptop mitbringen mit einer aktuellen R-Version (Download: http://cran.r-project.org/) und für eine komfortablere Arbeitsumgebung zusätzlich R Studio (http://www.rstudio.com/) installieren.

Methodenworkshop „Einführung in die Latent Class Analysis“

Dieser Workshop richtet sich an methodisch fortgeschrittene Promovierende und führt in die Latent Class Analysis ein. Geleitet wird der Workshop von Prof. Dr. Ali Ünlü, Technische Universität München.

Workshop „Latent Class Analysis“ am 10.03.2015

Das Diagnostizieren von Problemen ist allgegenwärtig. Beispielsweise das Feststellen der Stärken und Schwächen von Schülerinnen und Schülern in einer Schulklasse in einem Wissensbereich und das Bestimmen effektiver Bildungsmaßnahmen. Ziel ist in der Regel die Erstellung eines differenzierten Profils des Individuums bezüglich interessierender Charakteristika wie etwa Problemlösestrategien der Schülerinnen und Schüler.

Der Workshop führt durch Vortragsphasen, Gruppenübungen und Softwaredemonstration in die Latent Class Analysis ein. Diese Methode dient zur modellbasierten Clusterung und Klassifikation basierend auf latenten Typologien. Andererseits werden auch Grundannahmen und Ansätze der Item-Response-Theorie und der diagnostischen Modellierungsverfahren kurz vorgestellt. Eine historische und wissenschaftstheoretische Einordnung der Konzepte runden den Workshop ab.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben durch die Veranstaltung ein Grundverständnis für psychometrische Denkweisen und für den sowohl theoretischen als auch praktischen Umgang mit latenten Variablen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten ihren eigenen Laptop mitbringen, mit einer aktuellen Demoversion der Software Latent GOLD (http://www.statisticalinnovations.com/products/latentgold.html).

Abschluss der Nachwuchstagung

Am späteren Nachmittag des zweiten Tagungstages erfolgt für alle als Ausblick ein Vortrag über das Forschungsprojekt „Bildungsmedien Online“. Der Vortrag von Christian Fey, Universität Augsburg, nimmt den neu aufkommen-den Markt für kostenlose Lehrmaterialien im Internet in den Blick sowie Kriterien für die Bewertung von diesem Material. Hieran schließt sich bis ca. 18 Uhr die Abschlussdiskussion der Tagung an.

Vortrag am 10.03.2015

„Möglichkeiten des Transfers fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Forschung und ihrer Ergebnisse in außerwissenschaftliche relevante Kontexte (Bildungspolitik, öffentlich-medialer Diskurs, Unterrichtspraxis, etc.). Vorgestellt und diskutiert am Beispiel des Forschungsprojekts `Bildungsmedien Online´ der Lehrstühle für Pädagogik und für Schulpädagogik der Universität Augsburg“.

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Chancen (und Grenzen) des Anschlusses von fachlicher bzw. fachdidaktisch motivierter empirischer Forschung für außerwissenschaftliche Diskurse bzw. Handlungsfelder (z.B. Bildungspolitik, öffentliche-medialer Diskurs, Unterrichtspraxis, Lehr-/Lernmittelproduktion und Distribution, etc.).

Ausgehend von Erfahrungen, die in dem dreijährigen Forschungsprojekt "Bildungsmedien Online" gemacht wurden, das in vielfältiger Weise Anklang in den unterschiedlichen genannten Feldern gefunden hat (z.B in Zeitschriften-, Fernseh- und Radiobeiträgen, in bildungspolitisch geführten Auseinandersetzungen in politischen Gremien sowie bei Akteuren der Schulaufsicht, in der Lehrerfortbildung), werden Überlegungen zur strukturellen Ausrichtung von Forschungsprozessen (Begründungszusammenhang, Kontextualisierung) und auch zur Präsentation und Distribution ihrer Ergebnisse angestellt. Dabei geht es darum, begünstigende Faktoren zu identifizieren, die einen Transfer von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen in die genannten Kontexte zu erleichtern.